Warum Aufstellungen?
Vielleicht ist es kein Zufall, dass mich diese Arbeit besonders interessiert.
Als Dramaturgin habe ich viele Jahre damit verbracht, die Geschichte hinter einer Geschichte zu erforschen: Was liegt unter der Oberfläche? Welche Beziehungen und Motive treiben eine Handlung an? Was verändert sich, wenn wir eine Situation aus einer anderen Perspektive betrachten?
In Aufstellungen begegnet mir eine ähnliche Faszination.
Auch hier geht es darum, Zusammenhänge zu entdecken, die zunächst nicht sichtbar sind. Ein Perspektivwechsel kann manchmal etwas in Bewegung bringen, das wir mit unserem Verstand allein nicht erreichen.
Gruppenaufstellung
Systemische Aufstellungsarbeit
Die Geschichte hinter der Geschichte erkennen
Manchmal wissen wir mit unserem Verstand längst, was wir verändern möchten – und trotzdem kommen wir nicht weiter.
Wir geraten immer wieder in ähnliche Situationen, erleben dieselben Konflikte oder spüren eine innere Dynamik, die sich schwer in Worte fassen lässt. Manchmal wissen wir auch einfach, dass etwas nicht stimmt, können aber noch nicht erkennen, was dahinterliegt.
Eine Aufstellung kann dabei helfen, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Was ist systemische Aufstellungsarbeit?
Wir alle sind Teil verschiedener Systeme – unserer Familie, unserer Partnerschaft, unseres beruflichen Umfelds, Freundschaften und anderer Beziehungen. In diesen Systemen wirken Dynamiken und Beziehungsmuster, die uns manchmal bewusst und manchmal weniger bewusst sind.
In einer Aufstellung wird ein solches System oder ein persönliches Anliegen räumlich dargestellt. Dadurch entsteht ein Bild, das es ermöglicht, Beziehungen, Abstände und Dynamiken aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.
Dabei können Zusammenhänge sichtbar und spürbar werden, die sich im Gespräch allein vielleicht nur schwer greifen lassen.
Für mich geht es dabei nicht darum, eine vorgefertigte Erklärung für dein Leben zu finden. Eine Aufstellung ist vielmehr eine Einladung, neugierig hinzuschauen: Was zeigt sich? Was fühlt sich stimmig an? Was möchte vielleicht anders werden?
Aktuelle Termine
Wie läuft eine Aufstellung eigentlich ab?
Eine Aufstellung beginnt immer mit deinem Anliegen. Gemeinsam schauen wir zunächst, worum es dir geht und welche Personen, Gefühle, inneren Anteile, Ziele, Symptome oder anderen Faktoren für dein Thema eine Rolle spielen könnten.
Anschließend bekommt das, was bisher vielleicht nur in deinem Kopf, deinem Gefühl oder deiner Geschichte existiert hat, einen Platz im Raum.
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In einer Gruppenaufstellung wählst du dafür Menschen aus der Gruppe als Repräsentant:innen aus. In einer Einzelaufstellung arbeiten wir stattdessen beispielsweise mit Figuren, Bodenankern, Sessel, Patschen oder Coaching Discs. Diese stehen stellvertretend für die verschiedenen Personen oder Aspekte deines Anliegens.
Du stellst sie zunächst so zueinander in Beziehung, wie es sich für dich intuitiv stimmig anfühlt: Wer steht wem nahe? Wer ist weit weg? Wer schaut wohin? Wer gehört dazu – und wer vielleicht scheinbar gar nicht? Auch Körperhaltung, Blickrichtung und Abstand können dabei eine Rolle spielen.
So entsteht nach und nach ein räumliches Bild deines Anliegens.
Das Besondere daran ist, dass wir dadurch nicht mehr ausschließlich über eine Situation sprechen. Wir können sie von außen betrachten, Positionen verändern und wahrnehmen, was dabei geschieht. Gerade Zusammenhänge, die sich mit Worten nur schwer beschreiben lassen, können auf diese Weise manchmal erstaunlich deutlich werden.
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Bei einer Gruppenaufstellung nehmen die von dir ausgewählten Repräsentant:innen ihre jeweiligen Plätze ein. Sie müssen die Menschen, für die sie stehen, weder kennen noch etwas über deren Geschichte wissen.
Ich frage sie anschließend nach ihren Wahrnehmungen: Wie geht es dir an diesem Platz? Wohin möchtest du schauen? Zu wem fühlst du dich hingezogen oder von wem möchtest du Abstand nehmen? Gibt es einen Impuls, dich zu bewegen? Was verändert sich, wenn jemand seinen Platz wechselt?
Dabei können Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, Bewegungsimpulse oder Gedanken auftauchen. Diese Wahrnehmungen verstehen wir nicht als unumstößliche Wahrheit über dein System, sondern als Informationen und Impulse, mit denen wir weiterarbeiten können.
Ich begleite den Prozess durch Fragen und behutsame Veränderungen innerhalb der Aufstellung. Dabei arbeite ich unter anderem mit dem sogenannten zirkulären Fragen: Wir betrachten eine Situation nicht nur aus einer Perspektive, sondern beziehen unterschiedliche Positionen und Beziehungen mit ein.
Denn manchmal bekommt ein Verhalten einen anderen Sinn, wenn wir es im Zusammenhang mit dem gesamten System betrachten.
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Das Grundprinzip ist dasselbe – nur brauchen wir dafür keine weiteren Personen.
Wir stellen dein Anliegen mit Objekten oder Bodenankern im Raum dar. Dabei kannst du selbst verschiedene Positionen einnehmen und wahrnehmen, was sich verändert, wenn du einen anderen Platz oder eine andere Perspektive einnimmst.
Gerade das kann sehr aufschlussreich sein: Etwas, das aus der eigenen Position völlig festgefahren erscheint, kann sich von einem anderen Platz plötzlich ganz anders anfühlen.
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Eine Aufstellung soll dir nicht erklären, wie deine Familie „wirklich“ ist oder warum ein anderer Mensch sich auf eine bestimmte Weise verhält.
Wir nutzen das entstehende Bild vielmehr, um Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkunden und neue Perspektiven zu ermöglichen.
Manchmal wird dabei ein wiederkehrendes Muster verständlicher. Manchmal zeigt sich ein bisher wenig beachteter Aspekt. Manchmal verändert sich die Beziehung zu einem Thema. Und manchmal entsteht einfach eine neue Frage, die vorher noch nicht möglich war.
Was davon für dich Bedeutung hat, entscheidest immer du selbst.
Ab Oktober 2026 gibt es wieder einen monatlichen Aufstellungs-Nachmittag. Dabei können jeweils zwei Themen mit Personen aufgestellt werden. Auch über Repräsentant:innen freue ich mich immer! Bei Interesse melde dich gerne!
Einzelaufstellung
Im 1:1-Setting arbeite ich unter anderem mit Bodenankern, Figuren, dem Aufstellungsbrett, dem Sesselsetting oder Coaching Discs. Die verschiedenen Elemente stehen stellvertretend für Personen, Themen, innere Anteile oder andere Aspekte deines Anliegens.
Welche Form wir wählen, ergibt sich aus deinem Thema, deiner Preferenz der Mittel und dem Prozess.
Eine Einzelaufstellung kann beispielsweise hilfreich sein, wenn du
eine persönliche oder berufliche Entscheidung klären möchtest,
wiederkehrende Beziehungsmuster verstehen möchtest,
ein familiäres Thema näher betrachten möchtest,
dich in einer Veränderungsphase befindest,
einen Konflikt aus einer neuen Perspektive betrachten möchtest,
einem Herzenswunsch näherkommen möchtest,
oder einfach spürst, dass hinter einem aktuellen Thema noch etwas anderes liegt.
In einer Gruppenaufstellung wird dein Anliegen mit Hilfe von Menschen aus der Gruppe sichtbar gemacht, die sich als Repräsentant:innen zur Verfügung stellen. Du wählst intuitiv jene Personen aus, die stellvertretend für die verschiedenen Elemente deines Themas stehen, und gibst ihnen einen Platz im Raum.
In ihren jeweiligen Positionen können die Repräsentant:innen Wahrnehmungen, Gefühle oder Impulse entwickeln, die interessante Hinweise auf die Dynamiken und Beziehungen innerhalb des aufgestellten Systems geben können.
So entsteht ein lebendiges Bild deines Anliegens, das neue Perspektiven eröffnet und Zusammenhänge sichtbar machen kann, die bisher vielleicht nicht bewusst waren.
Ich begleite dich dabei achtsam durch den Prozess und unterstütze dich, das Wahrgenommene für dich einzuordnen und daraus deine eigenen Erkenntnisse und nächsten Schritte zu entwickeln.
Was bedeutet es, Repräsentant:in zu sein?
Grundsätzlich kann sich jede Person bei einer Gruppenaufstellung als Repräsentant:in zur Verfügung stellen. Du brauchst dafür weder Erfahrung mit Aufstellungsarbeit noch besonderes Vorwissen.
Repräsentant:innen stehen stellvertretend für einzelne Personen oder andere Elemente aus dem Anliegen der aufstellenden Person. Repräsentant:innen stehen stellvertretend für einzelne Personen oder andere Elemente aus dem Anliegen der aufstellenden Person. Das kann beispielsweise ein Familienmitglied sein, die aufstellende Person selbst, ein Herzenswunsch, ein innerer Anteil, ein körperliches Symptom, ein Arbeitsplatz, ein Wohnhaus – oder auch etwas ganz anderes.
Die aufstellende Person wählt aus der Gruppe intuitiv aus, wer für welches Element stehen soll, und gibt den Repräsentant:innen anschließend ihren Platz im Raum. Wenn du eine Rolle nicht übernehmen möchtest, kannst du sie selbstverständlich ablehnen.
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Nein. Und vor allem: Repräsentieren ist keine Schauspielerei.
Du musst keine Rolle spielen, dir nichts ausdenken und auch nicht versuchen herauszufinden, was die aufstellende Person vielleicht von dir erwartet.
Deine Aufgabe ist viel einfacher: wahrnehmen, was da ist.
Du achtest auf deine Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken und Impulse, die an deinem Platz entstehen. Wenn ich dich danach frage, beschreibst du möglichst unmittelbar, was du wahrnimmst.
Vielleicht möchtest du jemanden anschauen oder gerade nicht. Vielleicht fühlst du dich zu einer Person hingezogen oder möchtest mehr Abstand. Vielleicht entsteht der Impuls, dich zu bewegen, dich hinzusetzen oder deinen Platz zu verlassen. Vielleicht taucht ein Gefühl oder eine körperliche Wahrnehmung auf. Und manchmal ist zunächst auch einfach gar nichts da.
All das ist in Ordnung. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
Repräsentant:innen müssen nichts über die Person oder den Faktor wissen, für den sie ausgewählt wurden. Gerade dieses Nicht-Wissen ist ein wesentlicher Bestandteil der Aufstellungsarbeit.
Die Wahrnehmungen der Repräsentant:innen können im Laufe der Aufstellung Hinweise auf Beziehungen und Dynamiken innerhalb des aufgestellten Bildes geben. Manchmal erleben Repräsentant:innen ihre Wahrnehmungen selbst als überraschend oder sehr stimmig.
Dabei gilt aber auch hier: Was in einer Aufstellung wahrgenommen wird, ist keine objektive Wahrheit über einen Menschen oder ein System. Wir verstehen es als Information und Impuls, mit dem wir weiterarbeiten und neue Perspektiven ausprobieren können.er Beschreibungstext erscheint hier
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Die Verantwortung für die Leitung der Aufstellung liegt bei mir – nicht bei den Repräsentant:innen.
Du musst nichts lösen, niemandem helfen und auch kein bestimmtes Ergebnis herbeiführen. Du darfst dich ganz auf deine Wahrnehmung und deine eigenen Grenzen konzentrieren.
Das ist mir besonders wichtig.
Du kannst jederzeit sagen, wenn sich etwas für dich nicht gut anfühlt, eine Rolle ablehnen oder eine Position verlassen möchtest.eschreibungstext erscheint hier
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Nach einer Aufstellung ist mir ein bewusster Abschluss besonders wichtig.
Die Repräsentant:innen werden aus ihren Rollen entlassen und bekommen Zeit, wieder ganz bei sich selbst anzukommen. Ich begleite die Gruppe dabei mit einer gemeinsamen Einstimmung zu Beginn und einem bewussten, reinigenden Abschluss am Ende.
Mir ist wichtig, dass klar unterschieden wird zwischen dem, was zur übernommenen Rolle gehörte, und dem, was zu dir selbst gehört.
Auch deshalb plane ich für Gruppenaufstellungen genügend Zeit ein und achte darauf, nicht nur die Person mit dem eigenen Anliegen, sondern die gesamte Gruppe gut durch den Prozess zu begleiten.
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Auch wenn du nicht mit einem eigenen Anliegen kommst, kann die Teilnahme an einer Aufstellung eine interessante Erfahrung sein.
Du bekommst einen unmittelbaren Einblick in systemische Aufstellungsarbeit und kannst unterschiedliche Perspektiven und Dynamiken miterleben. Manchmal berührt eine Rolle auch etwas aus der eigenen Geschichte oder eröffnet einen neuen Blick auf ein persönliches Thema.
Ich erlebe immer wieder, dass Menschen gerade aus dem Repräsentieren eigene Gedanken, Impulse oder Erkenntnisse mitnehmen.
Was davon für dich Bedeutung hat, entscheidest natürlich auch hier immer du selbst.
Teilnahme als Repräsentant:in: 15 €
Der Beitrag umfasst deine Teilnahme an der Aufstellung sowie die gemeinsame Einstimmung und den begleiteten Abschluss der Gruppe